Deutscher Schulpreis 20|21 Spezial

Foto: Deutsches Schulportal/ Max Lautenschläger

Das sind die ausgezeichneten Schulen

Diese sieben Schulen gewinnen den Deutschen Schulpreis 20I21 Spezial: Evangelisches Gymnasium Nordhorn, Grundschule am Dichterviertel, Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg, IGS Lengede, Städtische Gesamtschule Münster-Mitte, Städt. Gesamtschule Körnerplatz, Mosaikschule Marburg. Der Preis steht in diesem Jahr vor allem für Mut und Kreativität im Umgang mit den Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Die innovativen Ideen, die diese Schulen in der Krise entwickelt haben, können das Lernen nachhaltig verändern. Florentine Anders / 10. Mai 2021

Was passiert, wenn die Kinder und Jugendlichen plötzlich nicht mehr in die Schule kommen können? Während der Corona-Pandemie müssen die Schulen dem Lernen buchstäblich Flügel verleihen, um die Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Die unvermeidliche Suche nach neuen Wegen hat an sehr vielen Schulen innovative Kräfte geweckt. Der Deutsche Schulpreis 20I21 Spezial zeichnet Schulen aus, die in dieser fordernden Zeit erfolgreiche Konzepte entwickelt haben, die das Potenzial haben, das Lernen nachhaltig zu verändern.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den Deutschen Schulpreis 20I21 Spezial übernommen. Bei der digitalen Preisverleihung sagte der Bundespräsident: „Deutschland ist nicht da, wo es sein sollte. Die Pandemie entblößt unsere Schwächen im Bildungssystem. Das muss anders werden! Ich weiß aber auch, dass die Pandemie kreative Stärken hervorgebracht hat: An vielen Schulen haben Schulleiterinnen und Lehrer nicht geklagt, sondern in kürzester Zeit umgedacht und beherzt gehandelt. Viele wachsen in dieser schwierigen Zeit über sich hinaus, um für ihre Schülerinnen und Schüler da zu sein.“

Insgesamt 366 Schulen hatten sich mit ihren Konzepten beworben. Dabei haben sich sieben Themen herauskristallisiert, die die Schulen derzeit besonders beschäftigen. In jeder dieser Themenkategorien gibt es eine Preisträgerschule.

Alle Preisträger und die Begründung der Jury

Alle Schülerinnen und Schüler individuell fördern: Mosaikschule Marburg, Förderschule, Hessen
„Die Mosaikschule Marburg hat es geschafft, mit ihrem wertschätzenden, lösungsorientierten, personalisierten Förderansatz ihren Kindern und deren Eltern in unsicheren Zeiten Hoffnung, Vertrauen und Sicherheit zu geben.“

Beziehungen wirksam gestalten: Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg, Hamburg
„Mut und Offenheit für unsere gesellschaftliche Wirklichkeit und beeindruckende Kreativität sind Nährboden für ein umfassendes ,Well-Being‘ und für Begeisterung dafür, die Zukunft zu gestalten.“

Bildungsgerechtigkeit fördern: Grundschule am DichterviertelinMülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen
„Nicht ‚Arbeitsblattpakete‘, mit denen Kinder und Eltern weitgehend allein gelassen wurden, sondern weiterhin durch die Lehrerinnen und Lehrer begleitete und gesteuerte Lern- und Bildungsprozesse ließen die Verantwortung im schulischen Geschehen und verlagerte sie nicht in die Elternhäuser mit ihren ungleichen Voraussetzungen.“

Digitale Lösungen umsetzen: IGS Lengede, Integrierte Gesamtschule, Niedersachsen
„Die Schule ‚denkt Digitalisierung richtig groß‘ und wird im Sinne einer gelungenen Individualisierung unter Wahrung ihres Selbstverständnisses für Chancen- und Bildungsgerechtigkeit tätig.“

Selbstorganisiertes Lernen ermöglichen: Städtische Gesamtschule Münster-Mitte, Nordrhein-Westfalen
„Über ein detailliert durchdachtes Unterrichtsmanagement in der Balance von Lernplänen und Projekt- und Teamarbeit erleben die Schülerinnen und Schüler Selbstwirksamkeit und übernehmen Verantwortung.“

Zusammenarbeit in Teams stärken: Städtische Gesamtschule Körnerplatz in Duisburg, Nordrhein-Westfalen
„Die systematisch etablierte Teamstruktur ist unter anderem Ergebnis einer konsequenten Einbindung des kooperativen Lernens auf allen Ebenen. Im Diskurs unterschiedlicher Meinungen und Ideen entstanden mutige und außergewöhnliche Lösungen.“

Tragfähige Netzwerke knüpfen: Evangelisches Gymnasium Nordhorn, Niedersachsen
„Die Schule belegt mit ihrer Arbeit eindrücklich, dass selbst und gerade in Zeiten einer Pandemie mit viel Kreativität, Tatkraft und Vernetzungsarbeit ein vielschichtiges und aktives Schulleben aufrechterhalten werden kann.“

Jede Preisträgerschule erhält 10.000 Euro. Die nicht ausgezeichneten nominierten Schulen bekommen einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro. Alle 18 Schulen können darüber hinaus am zweijährigen Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises teilnehmen. Individuelle Prozessbegleitung, Arbeit an selbstgesteckten Entwicklungszielen, Vernetzung und Weiterbildungsangebote sind Kernbestandteile des Programms.

Herzlichen Glückwunsch!

Erschienen ist dieser Artikel am 10.Mai 2021 auf www.deutsches-schulportal.de